Fortschritt in jeder Richtung

Aserbaidschans Staatseinnahmen werden in großen Teilen auch für die Optimierung der Infrastruktur eingesetzt. Schwerpunkte der Investitionen sind seit 2005 Wasserversorgung, Kanalisation und das Transportwesen, besonders gefördert durch den Ausbau des Straßennetzes.

Mehr Landstraßen geplant

Wie sehr die Investitionen Aserbaidschans in die Infrastruktur greifen, zeigt zum Beispiel die stetige Zunahme der Beförderungszahlen im Inland. Im ersten Quartal 2011 wurden in Aserbaidschan 332 Mill. Passagiere befördert: 6,2% mehr als im gleichen Zeitabschnitt 2010.

Um die Verbindung zwischen den einzelnen Regionen zu verbessern, werden bis 2015 mehrere Tausend Kilometer Landstraßen neu gebaut. Besonders Reisende nutzen die gut ausgebauten Busverbindungen in Aserbaidschan. Pro Tag verkehren 4000 Busse in Aserbaidschan. Eine herausragende Stellung hat der Internationale Intercity Busbahnhof von Baku: täglich starten von hier aus 500 bis 550 Busse zu allen möglichen Destinationen im Land.

Bahn als gefragtes Transportmittel

Mit einem Dampfzug zum Erdöl-Transport auf einer 20 km langen Strecke zwischen Baku und Sabunçu begann 1880 die Geschichte der Staatlichen Eisenbahn von Aserbeidschan. Heute umfasst das Streckennetz über 2944 km, die Nutzlänge beträgt 2122 km. Besonders verkehrsintensive Streckenabschnitte, insgesamt 1277 km, sind vollständig elektrifiziert. Das Waren- und Personenaufkommen ist entsprechend gewachsen. Allein 2005 wurden 26.201,0 Bruttoregistertonnen Ware und über 5, 5 Millionen Personen befördert.

Aktuell werden vom Hauptbahnhof Bakus aus Schnellbahnen und Blockzüge für zahlreiche Strecken eingesetzt. 

  • Strecken Fernverkehr: Russland (Moskau, Sankt Petersburg, Rostow, Tumen, Machatschkala), Ukraine (Kiew, Kharkov) und Georgien (Tiflis).
  • Strecken Nahverkehr: Kötscherli - Balaken, Astara - Horadiz, Gazah - Böyük - Kesik, Agstafa, Gence, Mingetschewir, Astara.

Fliegen im Aufwind

1925, 15 Jahre nach dem ersten Flug über Baku, wurde der erste Flughafen Aserbaidschans in Kesle in Betrieb genommen.

Seit der erneuten Unabhängigkeit Aserbaidschans 1991 erfolgten Investitionen von mehr als 200 Millionen Dollar in die Infrastruktur des Flugwesens. Dies beinhaltete den Kauf von Boeing-757-Flugzeugen, die Modernisierung der Flugsicherungssysteme sowie die Reformierung des Ausbildungssystems. 1999 eröffnete in Baku der internationale Flughafen, der von mehr als 60 Fluggesellschaften angeflogen wird.

In den vergangenen Jahren wurden weitere Flughäfen eröffnet: die internationalen Flughäfen „Nahçivan” und „Gence” sowie der Flughafen „Zabrat”. Gefolgt 2007 von dem für den Airbus 380 ausgelegten, modernen internationalen Flughafen Haydar Aliyev in Baku und 2008 von den internationalen Flughäfen „Lenkeran” und „Zagatala”.

U-Bahn beliebt

Das derzeitige U-Bahn-Netz von Baku umfasst zwei Linien, die gesamte Streckenlänge beträgt 34,6 km.

Der Zugang zu den Bahnsteigen erfolgt ausschließlich über RFID-Chipkarten, die nach erfolgreicher Einführung 2006 heute die einzige Bezahlmethode darstellen. Die Karten sind einmalig für 2 AZN (ca 2 €, Stand: April 2009) erwerbbar und können dann beliebig oft mit der gewünschten Anzahl möglicher Fahrten geladen werden. Pro Fahrt fallen, unabhängig von der Distanz, 15 Qepik an (Stand: Oktober 2009).

Weitere Infrastruktur-Maßnahmen

Allein zwischen 1990 und 2005 wurden 1573,8 km Wasserleitungen, 129,5 km Kanalisationsleitungen, 13,6 km Heizungsleitungen, 4238,7 km Erdgasrohre verlegt und in Dienst genommen. Investitionen, die sich auch in den letzten Jahren fortgesetzt haben.