Anreise auf verschiedene Art

Wer mit Auto oder Motorrad anreist, hat von Deutschland aus je nach Strecke mehr als 3.500 Kilometer vor sich. Belohnt wird man mit zahlreichen Eindrücken von Orten und Menschen, z.B. in der Türkei und Georgien. Entscheidet man sich zu fliegen, erreicht man Baku bei einem Direktflug in ca. 4, 5 Stunden. Flüge mit Zwischenstopp können, je nach angesteuerten Airport, beispielsweise Istanbul oder Riga deutlich länger dauern. 

Tipp: 

Ist eine eigene Anreise geplant, lohnt sich so mancher Abstecher, z.B. über die landschaftlich reizvollen Karpaten oder einer Schiffspassage von Bulgarien nach Georgien. 

Passende Schale 

Als klassisch gekleidete Frau oder als Mann im Anzug fügt man sich ohne Aufsehen in das Straßenbild ein. Generell gilt, dass man in Baku wesentlicher freizügiger als anderswo in Aserbaidschan auftritt. Shorts sind aber ebenso wenig gern gesehen wie außerhalb der Hauptstadt kurze Röcke. Bei dem Besuch von Moscheen trägt man ein Kopftuch, ansonsten sind diese nicht üblich. Am Strand sollte man auf FKK oder „Oben ohne“ verzichten. 

Tipp:

 Das Klima Aserbaidschans ist sehr vielfältig. Hat man doch Anteil an neun der weltweit elf vorhandenen Klimazonen. Vor Reisen im Land sollte man sich daher über das jeweils regional vorherrschende Klima informieren und für entsprechende Kleidung sorgen. 

Als Frau allein unterwegs 

Für Frauen ist das Reisen im Land generell problemlos. Zeigen sich doch die Aserbaidschaner gegenüber Fremden und besonders Frauen sehr hilfsbereit. Einiges gibt es dennoch zu beachten: Es empfiehlt sich als Frau z.B. nicht, allein durch die Stadt zu laufen oder ohne Begleitung in Discos oder Bars zu gehen. Auch sollte man keine Teestuben aufsuchen – diese sind traditionell nur für Männer gedacht. 

 Leicht an Geld kommen 

Banken sind in der Regel zwischen 10:00 und 17:00 geöffnet. Alternative in Baku sind die zahlreichen Geldautomaten. Akzeptiert werden die meisten internationalen Kredit-und ec-Karten. Dies gilt auch für das Bezahlen in vielen höherpreisigen Hotels und Restaurants. 

Tipp: 

Die Landeswährung „Manat“ darf von Ausländern weder ein- noch ausgeführt werden. Die Ausfuhr von Euros ist auf die bei der der Zollerklärung angegebene Menge beschränkt. 

Medizinisch gut versorgt sein 

 Vor allem in Baku gibt es qualifizierte Ärzte, die in Kliniken tätig sind. Die SOS-Klinik (German Medical Centre) bietet einen 24h-Notfall-Service. Die behandelnden Ärzte sprechen Englisch. Auch bei Zahnbeschwerden kann man auf einen Englisch sprechenden Arzt vertrauen: die Dental Clinic von Dr. Erdal Vural befindet sich in Baku in Nachbarschaft zur Botschaft Unter den über 700 Apotheken in Baku, auf Aserbaidschanisch „aptek“, sind mehrere auch rund um die Uhr geöffnet. Auch eine deutsche Apotheke ist vertreten. Dort kann man Medikamente aus Deutschland bestellen. Besondere Impfungen sind vor Reiseantritt aktuell nicht notwendig. Zu beachten ist, dass in einigen Regionen, wenn auch selten Maleria auftritt. Die häufigste Reisekrankheit sind Magenbeschwerden. Es empfiehlt sich daher, nur abgekochtes Leitungswasser zu trinken, auf Eiswürfel zu verzichten, Obst gut zu waschen und im Meer möglichst wenig Wasser zu schlucken. 

Tipp:

 Medikamente und Arztbesuche sind vor Ort zu zahlen. Schließt man eine Auslandskrankenversicherung vor Reiseantritt ab, erhält man zuhause gegen Quittungsvorlage beim jeweiligen Versicherer eine Rückerstattung.

 Online sein 

Internetcafés finden sich in jeder aserbaidschanischen Stadt, teils auch rund um die Uhr geöffnet. DSL-Anschlüsse nehmen zwar ständig zu, analoge Leitungen sind dennoch vorherrschend. Auf relativ langsames Surfen sollte man sich daher auch einstellen. 

 Tipp: 

Alle größeren Hotels und einige Cafes in Baku bieten W-LAN. 

Sicherheit im Land 

 Aserbaidschan verfügt über einer der niedrigsten Kriminalitätsraten Europas und ist daher im Allgemeinen ein sicheres Reiseland. Vorsicht ist allerdings auf Grund politischer Spannungen bei Reisen in Grenzregionen geboten. 

Tipp: 

Aktuelle Sicherheitshinweise erhält man auf der Website des Auswärtigen Amtes www.diplo.de.