Unberührte Bergwelten entdecken

Im Nordosten ist es neben weiteren Sehenswürdigkeiten die Natur, die nahezu jeden Besucher ins Schwärmen geraten lässt. Ganz besonders gilt dies für die faszinierenden Bergwelten rund um das Sahdag-Massiv. Mit über 4000 Metern ist der Gipfel des Sahdag der zweithöchste Aserbaidschans.

Xinaliq als Basis

Empfehlenswert ist auf jeden Fall eine oder mehrere Touren rund um Xinaliq. Zählt die Gegend um das einmalige Bergdorf doch zu den landschaftlichen Höhepunkten jedes Aserbaidschan-Aufenthaltes. Erste entsprechende Eindrücke gewinnt man schon auf der ca. 60 Kilometer langen Strecke von Quba nach Fahrt nach Xinaliq, bei der man eine beeindruckende steile Schlucht und einen Wasserfall passiert.

Xinaliq selbst gilt als einer der schönsten Orte des Landes und strahlt besonderen Charme aus. Dazu trägt im Wesentlichen die einzigartige Architektur bei: die Lehmhäuser sind terrassenförmig an einem steilen Berghang angelegt. Die rund 2000 Bewohner pflegen bis heute ihre ursprüngliche Sprache, eine nordöstliche Kaukasussprache. Ursprünglich, genauer im 4. Jahrhundert, sollen die Einwohner von Xinaliq übrigens sogenannte Zoroaster, Feueranbeter gewesen sein. Für diese Annahme sprechen auch die in der näheren Umgebung befindlichen alten Kultstätten. Erhalten ist ebenfalls im Dorf selbst noch eine mit Schnitzereien verzierte Moschee, die nach Schätzungen aus dem 12. Jahrhundert stammt. So erhält man abgesehen von den imposanten Natureindrücken auch einen Einblick in die kulturelle Vielfalt des Landes.

Reiten ideal

Um die Bergwelt voll zu genießen, kann man z.B. von Xinaliq aus den Sahdag oder benachbarte Berge besteigen. Ein besonderes Erlebnis ist die ca. 6- bis 8-stündige Tour vom nördlichen Laza nach Xinaliq. Am besten ist man auf der 15 Kilometer langen Strecke per Pferd und mit einem Führer unterwegs: ohne Sorge um den richtigen Weg und relativ bequem lassen sich so die atemberaubenden Panoramen in Augenschein nehmen.

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