Zuhause vieler Völker

In Aserbaidschan leben über 9 Mill. Menschen, davon mehr als die Hälfte in Städten. Unter anderem durch die Abwanderung von Russen und Armeniern in den 80er Jahren und den Zuzug von Aserbaidschanern aus Armenien besteht der überwiegende Teil der Bevölkerung – rund 95 Prozent – heute aus Aserbaidschanern.

Zu den weiteren in Aserbaidschan lebenden Bevölkerungsgruppen gehört das Volk der Lesgier, das vorwiegend in der Stadt Qusar zu Hause ist. Wenige Kilometer entfernt trifft man auf Bergjuden. Sie bilden eine Untergruppe der aus Persien stammenden Tats und wohnen seit rund 1000 Jahren in der für ihre Teppiche bekannten Stadt Quba. In Baku, hauptsächlich in der Nähe der neuen Synagoge, wohnen etwa 8000 Ashkenasi-Juden. Das Volk der Uden, Nachkommen der urchristlichen Albaner, ist zum Beispiel in dem Dorf Nic und in Oguz ansässig. Begibt man sich in das auf 2000 Meter hoch gelegene Bergdorf Xianliq lernt man die gastfreundlichen Xingaluqen mit ihrer ganz eigenen Sprache kennen.

Darüber hinaus zählen Talyschen, Russen, Ukrainer, Kurden, Awaren, Mescheten, Tataren, Türken, Georgier, Kaukasiendeutsche und ca. 20.000 Armenier zu den Einwohnern. Kurz, Aserbaidschan erweist sich als multikulturelles Land mit zahlreichen Bevölkerungsgruppen, die hier ihre Sprachen, Religionen und Gebräuche in Ruhe pflegen können. 

Wussten Sie schon, 

dass die meisten ethnischen Aserbaidschaner gar nicht in Aserbaidschan leben?
Während die Kaukasus-Republik selbst 9 Millionen Einwohner zählt, stellen Aserbaidschaner mit rund 15 Millionen Menschen etwa ein Fünftel der Bevölkerung im benachbarten Iran.

 

Wussten sie schon, 

dass die allgemeine Lebenserwartung der aserbaidschanischen Männer bei 69,5 und die der Frauen bei 75,1 Jahren liegt?